Campus Metz, Die lothringische Akte trägt den Namen ?Campus?, Auf dem Weg zu einer einzigen Universität in Lothringen, Das Projekt ?Universität der Großregion?.
Campus Metz: eine dynamische Allianz im Metzer Ausbildungsangebot
Die Universität Paul Verlaine Metz und seine Hochschulen (Grandes écoles): ENIM (Nationale Hochschule für Ingenieurswesen Metz), ENSAM (Nationale Hochschule für Kunst und Handwerk), Supelec (Hochschule für Elektrizität), ESIDEC (Internationale Hochschule für Handel), ESITC (Hochschule für Bauingenieurswesen), Georgia Tech Lorraine, die Kunsthochschule Metz und IRA (Regionales Verwaltungsinstitut) haben sich 2004 dazu entschlossen, sich zum Metz Campus zusammenzuschließen. Hinter diesem Namen steht ein gemeinsames Ziel: das Metzer Hochschulangebot in Frankreich und im Ausland zu fördern. Die dynamische Allianz dieser neun Partner soll dazu beitragen, neue Projekte zu entwickeln und noch attraktiver zu werden. Das Iseetech — Europäisches Hochschulinstitut für Unternehmen und Technik — (siehe hierzu ?Valorisierung, Unternehmen?) veranschaulicht ganz konkret die unter den Metzer Einrichtungen existierende Kooperation.
Die lothringische Akte trägt den Namen ?Campus?
Die vier Präsidenten der lothringischen Universitäten zeigten ihren Willen zur Zusammenarbeit, indem sie eine gemeinsame Akte als Antwort auf die Projektausschreibung ?Operation Campus? präsentierten. Diese Operation, die vom Ministerium für Hochschulbildung und Forschung initiiert wurde, plant, die bereits existierenden Campus über massive und gezielte Investitionen wieder zu dynamisieren und zu erneuern. Das Ziel ist es, die Campus von morgen zu vereinen und so ihre Sichtbarkeit auf internationaler Ebene zu erhöhen. Im Dezember 2008 wurde das lothringische Projekt vom Ministerium gemeinsam mit 10 anderen als Exzellenzcampus ausgewählt und erhielt das Prädikat ?Campus?. Im Juni 2009 kündigte der Staat ein Engagement in der Höhe von 70 Millionen Euro an. Diese Finanzierung richtet sich in erster Linie an die Schaffung zweier Pole in Nancy (Biologie-Gesundheitswissenschaften und Betriebswirtschaftlehre-Management) und eines Pols in für Naturwissenschaften-Technologie-Management in Metz. Nicht zu vergessen den Bau einer Mensa am Technopôle in Metz und neuer Studentenwohnheime.
Auf dem Weg zu einer einzigen Universität in Lothringen
Die Operation Campus ist nur der Auftakt zu einem noch ehrgeizigeren Projekt: die Konstruktion einer einzigen Universität in Lothringen, die das internationale Erscheinungsbild des regionalen Hochschulraums aufwerten soll. Nach Beurkundung der Verwaltungsräte der Universitäten Henri Poincaré, Nancy 2, Paul Verlaine — Metz und durch das Nationale Polytechnische Institut Lothringens soll die künftige Université de Lorraine 2012 das Licht der Welt erblicken.
Fünf Arbeitsgruppen (Organisation, Forschung, Human Ressources, Ausbildung und Studentenleben) wurden geschaffen, um ein Organisations- und Funktionsmodell zu kreieren. Die vier Einrichtungen schufen seit dem Herbst 2009 eine EPCS (Öffentliche Einrichtung zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit). Diese Veränderung des Status bedeutet eine logistische Unterstützung, die darauf abzielt, die sich ergänzenden Elemente der Universitätsstandorte Nancy und Metz zu koordinieren und zu stärken und somit die Bildung der Université de Lorraine zu erleichtern.
Université de Lorraine, eine Vorausschau:
Eine größere Anzahl an Studierenden mit mehr als 52 000 Studenten
Ein reiches Ausbildungsangebot, das mehr als 500 Diplome zählt:
- 33 Spezialisierungen der DUT
- 54 Studiengänge mit allgemeinem Bachelor-Abschluss
- 64 berufsorientierte Bachelor-Studiengänge
- 88 Master-Studiengänge
- 17 Ingenieursdiplome
- 98 Diplome im Gesundheitswesen, darunter Staatsdiplome für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Medizin, Pharmazeutik und medizinische Diplome
- 115 Promotionen
Eine attraktive Forschung mit 101 ausgezeichneten Laboratorien, organisiert in neun Forschungsfeldern und acht Doktorandenschulen
Ein strategischer Einsatz im Herzen Europas mit 57 Standorten auf 800 000 m²
Ein konsolidiertes Budget von 510 Millionen Euro
Das Projekt ?Universität der Großregion?
Das grenzüberschreitende Projekt ?Universität der Großregion?, das 2008 im Rahmen des Programmes Interreg IV A initiiert wurde, stellt eine exzellente Kooperation und große Herausforderung unter den und für die Universitäten des Saarlandes, Lüttichs, Luxemburgs, Nancy-Université und der Universität Paul Verlaine — Metz sowie den Universitäten Kaiserslautern und Trier dar. Bis 2012 soll die Errichtung eines gemeinsamen Hochschulraumes in der Großregion realisiert werden. Die Partneruniversitäten arbeiten an der Umsetzung von nachhaltigen Strukturen, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Hinblick auf Forschung und Lehrangebot vereinfachen und anstreben werden, indem vielfältige Hindernisse, die der Zeit der Mobilität der Studenten, Forschern und Lehrenden in diesem Raum noch im Weg stehen, bewältigt werden sollen.
Dieses Projekt, dessen Gesamtbudget sich auf etwa 6 Millionen Euro beläuft, wird zu 50 Prozent von der Europäischen Union dank des europäischen Fonds zur regionalen Entwicklung (FEDER) und den betreffenden Regionen und den Partneruniversitäten finanziert. Innerhalb dieses Projekts unterstützt die Region Lothringen die vier lothringischen Universitäten mit Geldern in der Höhe von 500 000 €.